Beichte
– Sakrament der Versöhnung
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In der Herz-Jesu-Kirche in Bad Rappenau haben Sie jeden Samstag vom 16.00
– 17.00 Uhr im Beichtstuhl oder in der Sakristei
(Beichtgespräch) Gelegenheit das Sakrament der Versöhnung zu empfangen.
In der Advents- und in der
Fastenzeit wird das Sakrament der Versöhnung außerdem gespendet
in Siegelsbach:
samstags von 15.00 – 15.45 Uhr;
in Hüffenhardt:
samstags ab 19.30 Uhr;
in Heinsheim:
sonntags ab 19.30 Uhr.
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Um was es bei der
Beichte geht wird am Schönsten im Gleichnis vom guten Vater und vom
verlorenen Sohn ausgesagt: Lukas 15,11-32:
„Ein Mann hatte zwei Söhne. Der jüngere von
ihnen sagte zu seinem Vater: Vater, gib mir das Erbteil, das mir
zusteht. Da teilte der Vater das Vermögen auf. Nach wenigen Tagen packte
der jüngere Sohn alles zusammen und zog in ein fernes Land. Dort führte
er ein zügelloses Leben und verschleuderte sein Vermögen. Als er alles
durchgebracht hatte, kam eine große Hungersnot über das Land, und es
ging ihm sehr schlecht. Da ging er zu einem Bürger des Landes und
drängte sich ihm auf; der schickte ihn aufs Feld zum Schweine hüten. Er
hätte gern seinen Hunger mit den Futterschoten gestillt, die die
Schweine fraßen; aber niemand gab ihm davon. Da ging er in sich und
sagte: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben mehr als genug zu essen,
und ich komme hier vor Hunger um. Ich will aufbrechen und zu meinem
Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und
gegen dich versündigt. Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein: mach
mich zu einem deiner Tagelöhner. Dann brach er auf und ging zu seinem
Vater. Der Vater sah ihn schon
von weitem kommen, und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief dem Sohn entgegen, fiel
ihm um den Hals und küsste ihn. Da sagte der Sohn: Vater, ich habe mich gegen
den Himmel und gegen dich versündigt; ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu
sein.
Der Vater aber sagte zu seinen Knechten: Holt schnell das beste Gewand und zieht
es ihm an, steckt ihm einen Ring an die Hand, und zieht ihm Schuhe an. Bringt
das Mastkalb her und schlachtet es; wir wollen essen und fröhlich sein. Denn
mein Sohn war tot und er lebt wieder; er war verloren und ist wieder gefunden
worden. Und sie begannen ein fröhliches Fest zu feiern.
Sein älterer Sohn war unterdessen auf dem Feld. Als er heimging und in die Nähe
des Hauses kam, hörte er Musik und Tanz. Da rief er einen der Knechte und
fragte, was das bedeuten solle.
Der Knecht antwortete: Dein Bruder ist gekommen, und dein Vater hat das Mastkalb
schlachten lassen, weil er ihn heil und gesund wiederbekommen hat. Da wurde er
zornig und wollte nicht hineingehen. Sein Vater aber kam heraus und redete ihm
gut zu. Doch er erwiderte dem Vater: So viele Jahre schon diene ich dir, und nie
habe ich gegen deinen Willen gehandelt; mir aber hast du nie auch nur einen
Ziegenbock geschenkt, damit ich mit meinen Freunden ein Fest feiern konnte. Kaum
aber ist der hier gekommen, dein Sohn, der dein Vermögen mit Dirnen
durchgebracht hat, da hast du für ihn das Mastkalb geschlachtet. Der Vater
antwortete ihm: Mein Kind, du bist doch immer bei mir, und alles, was mein ist,
ist auch dein. Aber jetzt müssen wir uns doch freuen und ein Fest feiern; denn
dein Bruder war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden
worden.“
Gott ist der gute Vater!
Wir können uns in der Person des Sohnes sehen.
Gott lässt uns die Freiheit. Wir können uns von Gott lossagen und eigene Wege
gehen. Gott wartet voll Liebe auf uns. Er wird uns nie wegschicken, wenn wir zu
ihm kommen, ganz gleich, wie wir uns verhalten und wie wir gelebt haben!
Unser Schritt ist:
Umkehren, uns Gott zuwenden; die Begegnung mit ihm wieder suchen; die
Einladung Jesu annehmen: „Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere
Lasten zu tragen habt, ich will sie euch abnehmen.“.........
Bei der Beichte kann ich mein ganzes
Leben zur Sprache bringen. Über alles, was mich belastet, kann ich sprechen, es
abgeben, Gott übergeben:
Schuld, Sünden, Ängste, Probleme, Sorgen, Krankheit.
Ich kann sprechen über meine inneren Verletzungen, Verwundungen, die mir
andere zugefügt haben.
Gott spricht mich durch
den Priester los von den Sünden. Er nimmt mir Lasten ab. Er schenkt Heilung,
Versöhnung, Befreiung, Frieden. Er schenkt Kraft und Gnade, einen neuen
Anfang zu machen.
Das äußere Zeichen bei der Beichte ist die Handauflegung bei der
Lossprechung (Handauflegung ist im
Beichtstuhl nicht möglich).
Auch wenn Sie schon lange
nicht mehr bei der Beichte waren: Haben Sie den Mut zu kommen! Es wird Ihnen gut
tun!
Die Einrichtung eines
Beichtgesprächszimmers in der Herz-Jesu-Kirche ist geplant, damit es
besser möglich ist, ein Beichtgespräch oder seelsorgerliches Gespräch zu führen.
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