kath. Seelsorgeeinheit Bad Rappenau

mit den Pfarrgemeinden
Herz Jesu Bad Rappenau - St.Johannes B. Heinsheim - St.Georg Siegelsbach

 
 
 
   

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Letzte Aktualisierung
29.01.2012



Kirchenführer für die Kath. Kirche
Herz-Jesu, Bad Rappenau

Seit der Reformation gab es praktisch keine Katholiken mehr in Bad Rappenau. Durch die Entstehung und Entwicklung der Saline (Gründung 1823) zogen vermehrt Leute nach Bad Rappenau, die hier Arbeit fanden, darunter auch Katholiken, sodass man den Bau einer eigenen katholischen Kirche in Erwägung zog.

1906 wurde ein Kirchen- und Baufonds gegründet. Doch durch den Ersten Weltkrieg und die folgende Inflation konnte der Bau der Kirche erst 1929 begonnen werden. Am 28. September 1930 wurde die Herz-Jesu-Kirche geweiht. Der Architekt war Franz Kuhn aus Heidelberg. Tabernakel, Kruzifixus, Hochaltar, Leuchter hat die Künstlerin Elisabeth Stapp (1908-1995) aus München geschaffen. Die Gestaltung des Tabernakels (Messing und Email) greift den Namen der Kirche auf und zeigt rechts ein Herz-Jesu-Bild. Auf der linken Tür ist die Säule dargestellt, an der Jesus gefoltert wurde, sowie die Marterwerkzeuge.

Da nach dem Zweiten Weltkrieg viele katholische Heimatvertriebene und Flüchtlinge nach Bad Rappenau kamen, musste die Kirche vergrößert werden. 1954 wurde der Grundstein für den Umbau gelegt, 1955 die umgebaute Kirche geweiht. Aus dieser Zeit stammen die ungewöhnlichen Kreuzwegstationen von Franz Valentin Hemmerle (1896 – 1968) an der linken Wand, sowie Bilder der Heiligen Judas Thaddäus und Antonius, alle in Sgrafitto-Technik in den Putz eingearbeitet, sowie ein Sgrafitto zum Psalm 42,2 („Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so lechzt meine Seele, Gott, nach dir“) beim Taufstein. Auch das Fenster beim Taufstein, das die Taufe Jesu und seine Auferstehung darstellt, und das Fenster mit dem Heiligen Rochus, dessen Verehrung Sudetendeutsche nach 1945 aus ihrer Heimat hierher mitbrachten, stammen von ihm.

Die Fenster hinten oben waren ursprünglich in der Apsis der Kirche bis zum Umbau, bei dem sie dann nach hintern verlegt wurden. Links St. Lioba und rechts St. Bonifatius. Das Bonifatiuswerk unterstützte 1929/30 den Bau der Kirche, Bonifatius und Lioba waren Mitpatrone der Herz-Jesus-Kirche.

Im Turm mit seinem Helm im barocken Stil befinden sich vier Glocken: die älteste von 1597, woher sie stammt ist unklar, zwei von 1954. Da der Glockenstuhl von 1954 aus Stahl Risse hatte, wurde 2005 ein neuer Glockenstuhl aus Rappenauer Eichen eingebaut. Das war auch der Anlass für den Guss der vierten Glocke (Glockengießerei Bachert, Karlsruhe), die Glockenzier hat die Künstlerin Rosemarie Vollmer, Gondelsheim, gestaltet.

Rundgang durch die Kirche

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Unsere Kirche hat vier Glocken

1. Glocke

St. Bonifatius-Glocke

  • Gießer: F.W.Schilling, Heidelberg
  • Gussjahr: 1954
  • Gewicht: 93 kg
  • Durchmesser: 531mm
  • Schlagton: fis’’ – 1
  • Inschrift: Ihr sollt mir Zeugen sein
  • Bild: Mitra, gekreuzt Stab und Kreuz; quer: Schwert, St. Bonifatius
  • Unterer Glockenrand:
    1954 – Kath. Kirchengemeinde Bad Rappenau

 

2. Glocke
  • Gießer: unbekannt
  • Gussjahr: 1597
  • Gewicht: unbekannt
  • Durchmesser: 660mm
  • Schlagton: e’’ – 1
  • Inschrift: Verbum Domini manet in eternum – Anno Domini 1597
  • Bild: Blätterranken

 

3. Glocke

Herz-Jesu-Glocke

  • Gießer: F.W.Schilling, Heidelberg
  • Gussjahr: 1954
  • Gewicht: 242 kg
  • Durchmesser: 715mm
  • Schlagton: cis’’ – 1
  • Inschrift: Herz-Jesu – du Sehnsucht der Schöpfung erbarme dich unser.
  • Bild: Herz-Jesu
  • Unterer Glockenrand:
    1954 – Kath. Kirchengemeinde Bad Rappenau

 

4. Glocke

Christus-Glocke

  • Gießer: Fa. Bachert, Karlsruhe
  • Künstlerische Gestaltung: Rosemarie Vollmer
  • Gussjahr: 2005
  • Gewicht:  kg
  • Durchmesser: 830mm
  • Schlagton:
  • Inschrift: „ut omnes unum sint“
    „damit alle eins sind“
    Christuszeugen: Max Joseph Metzger,
    Hans und Sophie Scholl,
    Kardinal Mindszenty
    Sel. Mutter Theresa von Kalkutta
  • Bild: Der Brief, den Sophie Scholl aus der Haft schrieb, als sie die Glocken des Ulmer Münsters hörte.
    Die betenden, gebundenen Hände von Józef Kardinal Mindszenty und die Sonne als Zeichen seiner Marienverehrung.
    Die tröstenden Hände der Mutter Theresa
    Eine Taube und die Weltkugel als Friedenssymbole, die für den Pfarrer Max Josef Metzger stehen, der während der Nazizeit hingerichtet wurde.
  • Oberer Rand: fünfblättrige Luther-Rose, Davidstern, Halbmond und Kreuz
  • Unterer Glockenrand: 1930-2005 - 75 Jahre Herz-Jesu-Kirche Bad Rappenau - Papst Johannes Paul II +02. April 2005 - 19. April Papst Benedikt XVI.
 

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